7 Prozent auf Lebensmittel – dauerhafte Steuersenkung!

Liebe Gastronomen, Hoteliers und Freunde der Branche,

 

wir möchten es unseren Gästen weiterhin schön machen – sie nicht nur verköstigen, sondern auch ein soziales Umfeld für ein harmonisches Miteinander schaffen. Lebendige Gastronomie führt zu attraktiven, lebendigen Innenstädten und zu Treffpunkten im ländlichen Raum.

Bei einer Anhebung des Steuersatzes auf 19%, wie auf Vor-Coronazeiten, wäre insofern nicht nur die Existenz vieler Gastronomen betroffen, sondern im Umkehrschluss auch jeder unserer Gäste, der mit erneut steigenden Kosten rechnen müsste.

Durch den Steuersatz von 7% ist es bisher gelungen, die explodierenden Kosten bei Energie, Lebensmitteln und Personal zumindest teilweise aufzufangen.

Wir appellieren an die Politik und möchten jeden einzelnen von Euch aufrufen, es gleich zu tun.

Die DEHOGA hat eine aktuelle Umfrage zur Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie veröffentlicht. Der DEHOGA-Präsident Zöllick warnt eindringlich: „Es geht um tausende Existenzen.“

Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie war während der Corona-Pandemie von 19 auf 7 Prozent reduziert worden – ursprünglich befristet bis Ende 2022. Angesichts einer drohenden Energiekrise war die Regelung im Oktober 2022 bis Ende 2023 verlängert worden. Ausgenommen davon wurden erneut Getränke.

An der aktuellen Umfrage (Juli 2023) des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) haben sich 9.600 Mitgliedsbetriebe beteiligt.

Zum Ergebnis der DEHOGA Umfrage bei einer Heraufsetzung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent:

  • 95,7 Prozent der Unternehmer sehen sich gezwungen, ihre Preise zu erhöhen
  • Preiseanstieg nach Angaben der Unternehmer um durchschnittlich 15,5 Prozent
  • 81,5 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass die Nachfrage stark (57,1%) bis sehr stark (24,4%) sinken würde.
  • 86,0 Prozent der Unternehmer rechnen damit, dass die Gäste stark (58,0%) bis sehr stark (28,0%) sparen würden
  • 74,0 Prozent sehen im Falle einer Mehrwertsteuererhöhung sinkende Nettoumsätze voraus.
  • Auf die Frage, ob sie im Falle einer Mehrwertsteuererhöhung ihren Betrieb aufgeben müssten, antworteten 49,3 Prozent, sie wüssten es noch nicht. Nur 43,8 Prozent verneinten diese Frage.
  • 70 Prozent (67,7%) würden ihre Investitionen reduzieren, sollten die 7% nicht beibehalten werden.

Quelle: DEHOGA Umfrage Juli 2023

Die Wirtschaftlichkeit der gastronomischen Betriebe ist bedroht. Während die Gastronomen erneut mit Existenzängsten aufgrund steigender Kosten und sinkender Nachfragen zu kämpfen haben, bedeutet dies zudem auch, dass zahlreiche Arbeitsplätze der Mitarbeiter in der Branche auf dem Spiel stehen.

Zudem kommt, dass die Folgen der Pandemie in der Branche immer noch zu sehen sind:

  • Mitarbeitermangel (66,4%),
  • Tilgung coronabedingter Kredite (40,4%),
  • Investitionsstau (37,1%)
  • Wiederaufstockung der Rücklagen für das Alter (34,5%).

„Noch immer haben die Betriebe die Vorkrisenumsätze nicht erreicht“, sagt Zöllick. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes lagen die Umsätze von Januar bis April real 12,3% unter denen der ersten vier Monate 2019, also vor Ausbruch der Pandemie.

EU-Regeln

Was viele vielleicht nicht wissen: der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie ist in der EU nicht die Ausnahme, sondern die Regel.In 23 EU-Staaten werden steuerlich keine Unterschiede gemacht, zwischen dem Essen aus dem Supermarkt, der Lieferung von Essen, dem Essen im Gehen, im Stehen und dem Essen im Restaurant.Von daher ist der Wunsch der Gastronomen nach 7%iger Mehrwertsteuer nur verständlich. 

Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig unsere Branche für die Menschen ist – als Halt, geselliger und sozialer Treffpunkt. Als Ort des Miteinanders und des Zusammenseins. Demzufolge ist zu hoffen, dass wir der Politik die Folgen einer erneuten Anhebung des Steuersatzes auf 19 Prozent bewusst machen können!

Liebe Grüße

Euer

Björn Grimm

 

 

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Bildnachweis: KD Busch / compamedia

Wir freuen uns über die Auszeichnung Top Consultant 2023!