Alt und Jung unter einem Dach – gibt das wirklich immer Krach?

Was der Senior als Fürsorge gedacht,hat der Junior als Bevormundung empfunden

Bis 2015 werden im Gastgewerbe rund 70 000 Unternehmen in die Hände von Nachfolgern gegeben. Dies stellt eine große Herausforderung dar, zumal das Thema vor allem für jene Unternehmen wichtig ist, bei denen Eigentum und Betrieb in einer Hand liegen.

Die Problematik der Unternehmensnachfolge, speziell in Familien, ist nicht neu und mit Sicherheit nicht nur auf das Gastgewerbe beschränkt. Mehr als 70 % aller Unternehmen in Deutschland sind Familienbetriebe. Eine der wichtigsten Entscheidungen für den Unternehmer ist die, irgendwann seine Nachfolge zu bestimmen und die richtigen Weichen hierfür zu stellen.

Nachfolgeregelungen sorgen häufig für Probleme. Damit ist meist nicht ein fremder Nachfolger gemeint, sondern eher jemand aus der eigenen Familie. Für fremde Nachfolger stehen zahlreiche juristische Möglichkeiten und vertragliche Konstruktionen zur Verfügung, die einen reibungslosen Übergang in der Unternehmensführung sicherstellen können. Die Problematik liegt eher in der Nachfolgeregelung innerhalb der Familie: Hier ist die psychologische und emotionale Komponente innerhalb der Familie das Schwierigere. „Von einem Mitarbeiter kann ich mich trennen, von Familienangehörigen nicht!“ – Ein Zitat, welches ich gerne in der Beratung bei anstehenden Nachfolgen zum Einstieg verwende. Es ist nicht damit getan, wenn die gesellschafts- oder steuerrechtlichen Weichen gestellt und die entsprechenden Verträge unterschrieben wurden. Die Nachfolgeregelung ist nicht nur eine Frage von Verträgen – es geht auch um fundamentale Identitäts- und Machtfragen innerhalb der Familie.

Vor kurzem hielt ich einen Vortrag vor einem Kreis junger Gastronomen und Hoteliers, bei denen zum Teil die Nachfolge geregelt war, bei anderen noch geregelt werden musste. Thema war das „DISG®-Persönlichkeitsmodell“ mit welchem das Verhalten von Menschen dargestellt werden kann. Ein sehr spannendes und emotional belastendes Thema, wenngleich die Teilnehmer gleich ihr neu erworbenes Wissen auf sich und die Familie zu übertragen versuchten. Gefühle wie Resignation, Hilflosigkeit und Zukunftsängste waren deutlich wahrnehmbar und spiegelten das tagtägliche Erleben in den Betrieben.

Der größte Fehler ist, wenn die Familienangehörigen davor zurückscheuen, Konflikte zu lösen und die Arbeit vorschützen, um Entscheidungen aus dem Weg gehen zu können. Solches Verhalten schafft Unsicherheiten und Unsicherheiten mag niemand in der Geschäftswelt: Weder die Familienangehörigen, noch die Mitarbeiter, die Bank, Lieferanten – und auch nicht Ihre Gäste. Tragen Sie Sorge dafür, Klarheit und Transparenz zu schaffen! Nutzen Sie hierfür speziell geschaffene Freiräume und beginnen Sie zu reden! Nur durch Gespräche und das wohlwollende Bedürfnis, die anderen Beteiligten verstehen zu wollen, wird eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen. Vertrauen ist die Basis für eine gute Zukunft, denn wenn sich die Familienangehörigen schon nicht verstehen…

Eine befreundete Hoteliers-Tochter aus Osnabrück erzählte mir vor kurzem, dass sie sich jeden Sonntag Abend mit Ihrer Familie zusammensetzt, fernab vom Betrieb, um gemeinsam Abendbrot zu essen und bei dieser Gelegenheit in entspannter Atmosphäre geschäftliche und familiäre Fragestellungen zu besprechen. „Es tut uns allen gut“, führte Sie mir gegenüber aus. „Durch den regelmäßigen Austausch erarbeiten wir gegenseitigen Respekt und pflegen die Beziehungen untereinander. Sehr häufig starten wir dann Montagmorgen frisch motiviert in den Betrieb, da Unklarheiten aus der Welt geschaffen wurden“.

Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass es sinnvoll ist, einen Berater von Außen hinzu zu ziehen, bevor Streitigkeiten ausbrechen und die Familienmitglieder aufhören, miteinander zu sprechen. Aufgrund seiner Erfahrungen kann dieser Hilfestellungen geben und als Moderator für beide Generationen tätig sein. Ein Steuerberater kann, sollte jedoch diese Rolle nicht alleinig übernehmen, da dieser sehr häufig aufgrund von langjährigen Geschäftsbeziehungen von den Senioren „eingefärbt“ worden ist. Dies ist menschlich, schafft jedoch gegenüber den Junioren nicht wirklich viel Vertrauen.

Nicht selten kommt es zu der Situation, dass keine klare Nachfolgeregelung innerhalb der Familie möglich ist. Hier bleibt immer noch die Option des Verkaufes des Unternehmens an Dritte oder die Aufnahme eines oder mehrerer fähiger Mitarbeiter als Nachfolger. Ein Verkauf ist zwar immer schmerzlich, aber keine Tragödie. Wenn der Verkaufspreis stimmt, können auch die Familienmitglieder zufrieden sein.

Ihr

Björn Grimm

Alle wollen das Beste – wohin fließt das Geld unserer Gäste?

Hat der Bundesbürger eigentlich noch genug Geld über – am besten um es in IHR Hotel und IHR Restaurant zu tragen? Das Freizeitverhalten der Menschen ist einem ständigen Wandel unterworfen und ändert sich sowohl durch den demographischen Wandel als auch durch neue Trends.

Die BAT Stiftung für Zukunftsfragen ist in ihrer aktuellen Studie zum Konsumverhalten der Deutschen der Frage nachgegangen, in welchen Bereichen die Deutschen sparen, wenn das Geld knapp wird.

Das durchschnittliche Haushaltsbruttoeinkommen in Deutschland beträgt 3989 Euro. Ein Sechstel davon wird laut BAT für die Bereiche Freizeit, Unterhaltung, Kultur, Restaurant und Hotellerie genutzt. Dies entspricht in Zahlen umgerechnet in jedem Jahr über 300 Milliarden Euro, die von den Deutschen für Ihren Sport und Ihre Hobbies, aber auch für Ihre Urlaubsreisen und Restaurantbesuche ausgegeben werden.

Für den Sommerurlaub werden laut der BAT Studie rund 920 Euro veranschlagt. Für ein schönes Wochenende werden bis zu 226 Euro pro Person ausgegeben.

Und wieviel Euro mögen die Deutschen für Ihr Essen bezahlen? Immerhin 23,30 Euro ist den Gästen pro Person ein gelungener gemütlicher Abend mit einem leckeren Essen wert. Auf 10 Prozent Trinkgeld darf allerdings nicht mehr gehofft werden. Die Zusatzgroschen liegen eher im Bereich um die 7 Prozent.

Wenn gespart werden muss, dann wird doch erstmal zu Hause gekocht und der Kinobesuch gestrichen. Laut der Studie wird zuerst beim Ausgehen gespart. Danach geht es dem Urlaub an den Kragen.

Es gilt also sich gut zu positionieren und sich von der Masse abzuheben. Umgarnen und verführen Sie Ihre Gäste mit einem liebenswerten und überraschenden Service und einem besonderen Angebot aus Ihrer Küche. Spezialisieren sie sich und machen sie auf sich aufmerksam! Kalkulieren Sie gut – erinnern Sie sich an die Weihnachtsgans aus dem letzten Blog? Halten Sie Ihren Wareneinsatz im Auge und sorgen Sie dafür, dass das Geld der Gäste zu Ihnen kommt und nicht beim Konkurrenten eine Straße weiter landet. Dann können Sie sich entspannt zurücklehnen und das neue Jahr kann kommen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wunderschönes- von Gesundheit und Erfolg geprägtes Jahr 2016 – und wenn nicht genug Gäste sich entscheiden, Ihr Geld in Ihrem Hotel und Ihrem Restaurant auszugeben, scheuen Sie sich nicht, daran etwas zu ändern – wir helfen Ihnen gerne dabei.

Ihr Björn Grimm

Immer Ärger mit der Bank

Mal wieder Ärger mit der Bank? Warum ist die Mittelstandfinanzierung in Deutschland oft so schwierig?
Viele kleine und mittlere Unternehmen haben ein Finanzierungsproblem und Schwierigkeiten Ihre Bank von Ihrem Vorhaben zu überzeugen. Eine innovative Idee, ein Anbau am Hotel, eine Investition in neue Bäder oder in eine technisch der Zeit angepassten Küche ist nicht mal eben so im Vorbeigehen finanziert. Im Gegenteil, wird dies den kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend schwerer gemacht.

Immer öfter wird unser Mitarbeiter Herr Dr. Meyer zur Hilfe gerufen, wenn unsere Mandanten sich nicht mehr zu helfen wissen. Der Zugang zu finanziellen Mitteln wird immer mehr erschwert. Aufgrund der allgegenwärtigen Kostenreduktion müssen Banken ihr Anfragen standardisieren. Dadurch fallen im Bereich Mittelstand viele Kreditvorhaben heraus.

Basel II

Auch Basel II macht dem Mittelstand zu schaffen. Die Anforderungen mit Blick auf Reporting und Dokumentation sind für KMU eine große Herausforderung. Von ihnen wird das gleiche verlangt wie von großen Unternehmen ohne zu berücksichtigen, dass dort in der Regel keine studierten BWL` er sitzen. Das bringt viele Firmen an Ihre Grenzen.

Hausbank als Lösung oder Hindernis?

Es ist fast ausschließlich die Hausbank, über die der Zugang zu öffentlichen Fördermitteln verläuft. Dort sitzen in der Regel aber keine Mittelstandsexperten. Von daher stehen die Finanzierungs-Chancen eher schlecht. Im Österreich, Spanien und Griechenland werden Kredite direkt an die KMU vergeben – ohne dass Hausbanken dazwischen geschaltet sind. Dort ist man eher bereit, kleinere Kredite zu vergeben und niedrige Zinsmargen und höhere Kosten zu akzeptieren.

Fördermöglichkeiten

Jawohl, es gibt sie: die Fördermöglichkeiten für die KMU – leider sehen sich die Unternehmen einem Dickicht von Angeboten gegenüber und die Orientierung in diesem Dschungel fällt schwer. Hier benötigt man ein Detailwissen, dass bei vielen Gastonomen und Hoteliers nicht vorliegt und nicht neben der alltäglichen Arbeit eben mal so erworben werden kann.
Leider sind viele der Finanzierungsprogramme der Banken auf Neugründungen ausgelegt und zielen nicht auf die laufenden Unternehmen ab. Wenn ein Mittelständler eine tolle Innovation finanzieren oder sich in einer Krise befindet und Sanierungsmaßnahmen in Angriff nehmen möchte, muss er das in Ermangelung solcher Programme meist aus eigener Tasche bezahlen. Wo das nicht gelingt, droht häufig die Insolvenz.

Historisch gewachsen

Ursprünglich standen Sparkassen und Volksbanken den kleinen und mittleren Unternehmen als Partner zur Seite. Mittlerweile besteht hier aber angesichts der sich verschärfenden Wettbewerbslage im Bankenbereich eine größere Reserviertheit. Hinzu kommt, dass durch die Niedrigzinsphase die Gewinne stark zurückgegangen sind. Sprich: Wenn ein Hotelier einen Kredit über 50.000 Euro beantragt, lohnt sich das für die Banken nicht mehr unbedingt.

Ein möglicher Lösungsansatz wäre bei allen Förderprogrammen ein direkter Ansprechpartner für die kleinen und mittleren Unternehmen– sei es bei der KfW oder bei den Länderbanken. Zudem könnte die Risikobeurteilung getrennt erfolgen. Finanzierungsprogramme sollten entwickelt werden, die nicht auf Neugründungen, sondern auf laufende Unternehmen abzielen. Auf jeden Fall sollte sich etwas ändern, um den Mittelstand in Deutschland besser unterstützen und fördern zu können!

Bis dahin scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen, damit wir mit ihnen den Dschungel durchkreuzen können und Ihnen helfen, den richtigen Weg zu finden.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Zeit!

Ihr

Björn Grimm und Dr. Hartmut Meyer

Artificial Empathy – Künstliche Empathie!

Eine Zeit in der personenbezogene Daten so transparent sind wie nie, ist eine Zeit der Veränderungen! Und so verändern sich auch die Maßnahmen um effektiv Kunden zu werben, zu binden und zurückzugewinnen.

Effektives Marketing in der Hotellerie beginnt in der Regel direkt am Gast – und zwar mit der ServiceQualität. Diese erreicht man durch die individuelle Betreuung, Herzlichkeit und Ehrlichkeit, die man beim direkten Kontakt mit einem Mitarbeiter eines Unternehmens erfährt. Es greift hier wieder einmal der Grundsatz: „Nur wer begeisterte Mitarbeiter hat, wird auch begeisterte Kunden haben“. Das Hauptaugenmerk wird klar auf die Operative gesetzt, also auf den Zeitraum in dem der Gast vor Ort ist.

In einer Mediengesellschaft, mit einer unzählbaren Werbepenetration pro Tag, muss allerdings davon ausgegangen werden, dass auch die besten Produkterlebnisse beim Kunden von Heute relativ schnell in Vergessenheit geraten werden. Die Erinnerung daran ist zwar nach wie vor vorhanden, allerdings nicht präsent genug, wenn es um neue Kaufentscheidungen geht. Daraus kann folgender Schluss gezogen werden: Wer nicht in Vergessenheit geraten will, muss kommunizieren!

Wenn ein Hotel also bei der nächsten Buchung eines Kunden wieder berücksichtigt werden will, ist es unerlässlich, dass es in relativ kurzen Intervallen erneut mit dem Kunden in Verbindung tritt. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit dass der Kunde sich an sein Erlebnis erinnert oder durch einen Zufall erneut auf das Hotel aufmerksam wird zu gering.
Selbst wenn die Verantwortlichen den Sinn und Zweck solcher Marketinginstrumente erkannt haben, bestrafen sie sich bzw. ihr Kunden mit nervigen Spam-Mails, die am Ende des Tages in der Regel im virtuellen Papierkorb landen. Mit diesen Spammails macht man mehr kaputt, als dass sie wirklich einen Nutzen erfüllen. So werden sie eher zu steigenden Abmelderaten führen. Alles in allem lässt sich in der Marketinglandschaft ein neuer Trend verfolgen! Begonnen hat alles mit dem veralteten, rein intuitiven Marketing. Heute wird üblicherweise ein standardisiertes Marketing genutzt, welches bis an seine Grenzen ausgeschöpft zu sein scheint. Es wird Zeit für etwas Neues – Das individualisierte Marketing. Das individualisierte Marketing bedeutet, dass der Kunde alle für ihn relevanten Informationen, zum richtigen Zeitpunkt und zum passenden Preis angeboten bekommt. Diese „Artificial Empathy“ (dt. künstliche Einfühlung) nutzt eine künstliche Intelligenz, die genau dies leisten kann. Solche Systeme sitzen auf einem Berg von Daten und verknüpfen notwendige Informationen, um diese dann sinnvoll zu nutzen. Die Zukunft hat einen Namen: „Artificial Empathy“.

In den letzten Jahren haben Experten an diversen Softwarelösungen gearbeitet, die bestehende Profile der Gäste, durch eine Vielzahl gesammelter, marketingrelevanter Informationen ergänzen.
So werden z.B. Reservierungsdaten, Fragebogenergebnissen und Verhaltensdaten des E-Mailmarketings in einen Topf geworfen und zu einen umfassenden Gästeprofil kombiniert. Das System lernt also, genau wie die Mitarbeiter parallel zur Aufenthaltsdauer, den Gast kennen. So kann es für jeden Gast ganz individuelle Werbekonzepte ermitteln. Wer heute noch manuell Zielgruppen erstellt, gehört also eigentlich schon zum alten Eisen. Es gilt wirkliche Qualität in Form von relevanten Informationen zu bieten. Auch die neuen Medien bieten diverse Möglichkeiten mit dem Gast auf einer neuen Ebene zu kommunizieren. So kann man heute, vorausgesetzt er möchte das, recht einfach die Profile eines Gastes mit Facebook verknüpfen. Ob diese neuen Medien in der Marketinglandschaft eine wirklich sinnvolle Innovation darstellen bleibt abzuwarten. Generell muss man aber bedenken, dass die verschiedenen Medien auch verschiedene Qualitätsstandards vorweisen, was gerade auf das Thema Übermittlung von Werbebotschaften bezogen die These in den Raum stellt, ob die neuen Medien die alten wirklich ersetzen, oder wenn überhaupt ergänzen sollen. So kann das Hotel zwar über Social Media an wichtige Kundendaten herankommen, sollte aber trotzdem weiterhin nicht ausschließlich darauf bauen. Immerhin sollte man auch erstmal die „alten Medien“ perfekt beherrschen, bevor man sich auf die neuen stürzt.

In vielen Hotels sollte als erstes mal ein Blatt Papier in die Hand genommen und alle Systeme, die marketingrelevante Daten enthalten, aufgezählt werden. Im Schnitt werden ca. 10 Stück nur rudimentär oder im schlimmsten Fall sogar gar nicht Arbeiten. Dies muss erstmal geändert werden. Alle wichtigen Daten müssen zentral gesammelt, gereinigt und sinnvoll verknüpft zur Verfügung stehen.

Denn bei den Daten verhält es sich wie bei der Belegschaft des Hotels:
Alleine sind sie nur ein kleines Glied – Zusammen sind sie ein starkes Ganzes!

Ihr

Björn Grimm

Können Sie Ihre Unschuld beweisen?

Achtung bei Schusseligkeit, Schludrigkeit und schlechter Organisation! Beim Finanzamt gehören wir zur Hochrisikobranche!

Der Tag war erfolgreich aber anstrengend und der letzte Tisch im Sommergarten wurde schnell noch ohne Beleg abkassiert. Für Warenkalkulation und Führung eines Schwundbuches war in den letzten drei Monaten auch keine Zeit – neuer Koch – neue Gerichte und endlich Sonnenschein und ein toller Beginn in die Sommersaison.

Nicht so schlimm? Kann ja alles nachgeholt werden? Von wegen!

Schnell gerät der Gastronom oder Hotelier mit Speisewirtschaft in ein schludriges Verhaltensmuster, was den Finanzämtern nicht entgeht! Der Verpflichtung seine Warenwirtschaft, seine Angebote und Veranstaltungen, sowie seiner Kassenabrechnungen gut und transparent zu führen und zu dokumentieren ist im eigenen Interesse mit besonderer Sorgfalt nachzugehen!
Leider gelten Gastronomie und Beherbergungsgewerbe bei der Finanzverwaltung als Hochrisikobranchen. Diese bargeldintensiven Risikobranchen unterliegen deshalb einer besonders intensiven Prüfung. Und letztlich sind es leider auch über 50 Prozent der Betriebsprüfungen im Gastronomiebereich bei denen tatsächlich Verdachtsmomente vorliegen, die entweder bereits bei Erlass der Prüfungsanordnung oder während der laufenden Betriebsprüfung die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens rechtfertigen.

Anzeichen für Unregelmäßigkeiten, die zu einer Prüfung führen können:

Hohe Kassenbestände
Abweichungen von den Richtsätzen
Mieten unter ortsüblichem Niveau
Auffällig geringe Personalkosten (Verdacht der Schwarzarbeit) oder viele Mitarbeiter als geringfügige Beschäftigung
Kontrollmitteilungen von Lieferanten
Kontrollmitteilungen von Kunden; Kontrolle von Bewirtungsbelegen; Rechnung Betriebsveranstaltungen
Leider auch immer wieder wieder – Denunziationen; namentliche oder anonyme Anzeigen

Achtung bei elektronischen Registrierkassen
Hoteliers und Gastronomen dürfen bei der Kassenführung keine Angriffspunkte bieten. Endsummenbons des Tages sind über mehrere Jahre aufzubewahren. Auch kaum noch leserliches Thermopapier oder achtlos weggeworfene Speisekarten werden vom Prüfer moniert. Aufbewahrungspflichtig sind die Daten, die in einer elektronischen Registrierkasse gespeichert werden, aber auch die Bedienungsanleitung über die Funktionen der Kasse im Detail. Auch alle Protokolle zur Programmierung der Kasse sind aufzubewahren.
Und aufgepasst – der Einsatz eines manipulativen Kassensystems kann an sich und auch ohne Nachweis einzelner Verstöße zur Schätzung führen.
Fehlende Tagesendsummenbons berechtigen den Betriebsprüfer grundsätzlich zu einer Hinzuschätzung.

Machen Sie sich nicht angreifbar und heben Sie sämtliche Daten, Protokolle und Anleitungen auf!
Wenn Ihre Wareneinsätze nicht branchenüblich sind und sie dies auf Verderb und Schwund der Waren zurückführen, dann vergessen Sie nicht ein Schwundbuch zu führen und alles genau zu dokumentieren! Auch der Verkauf zu Sonderpreisen, Freirunden, Bewirtung und Annehmlichkeiten für Mitarbeiter müssen nachvollziehbar dokumentiert werden.

Wie ist Steuerhinterziehung nachweisbar?
Wenn jetzt nicht alle Einnahmen erfasst wurden oder eine Doppelverkürzung begangen wurde – wie kann der Prüfer dies nachweisen? Unter einer Doppelverkürzung versteht man das Nicht – Erfassen sowohl der Einnahmen, als auch der dazugehörigen Wareneinkäufe. Der Gastronom möchte so vermeiden, dass Auffälligkeiten bei Hochrechnungen entstehen. Diese Handhabung wird als strafbare Handlung angesehen und entsprechend bestraft!

Machen Sie sich die möglichen Konsequenzen bewusst!
Was viele als Kavaliersdelikt ansehen wird in Wirklichkeit ganz anders bewertet! Die finanziellen Konsequenzen einer Steuerverkürzung und die daraus resultierenden strafrechtlichen Geld- und/ oder Haftstrafen können existenzbedrohend sein. Wird eine Steuerverkürzung festgestellt, führt dies zwangsläufig zu Zuschätzungen, die dann wiederum zu Neufestsetzungen/-veranlagungen und damit verbunden zu Steuernachzahlungen führen. Da in der Regel nicht nur ein Jahr – sondern mehrere – geprüft werden, summiert sich die Neufestsetzung schnell entsprechend zu hohen Summen auf, die oftmals nicht beglichen werden können.

Die Finanzämter haben entsprechende Betriebsprüfer in Ihren Reihen, die sich mit dergleichen Handhabungen auskennen. Nicht selten genügt einem erfahrenen Berater ein Blick auf Ihre Unterlagen um zu erkennen, ob alles genau erfasst wurde. Diesen Blick für Realitäten sollten die Gastronomen auch einem erfahrenen Betriebsprüfer des Finanzamtes nicht absprechen! Im Zweifel wird ganz genau geschaut und doppelt und dreifach gerechnet!

Leider trifft es dann nicht immer nur die schwarzen Schafe der Branche, sondern auch den ein oder anderen Gastronom der unfreiwillig in für ihn brenzliche Situationen gerät.

Schätzungsmethoden
Beim Zeitreihenvergleich beispielsweise ermittelt der Betriebsprüfer für jede Woche eines Kalenderjahres den wöchentlichen Wareneinsatz und die wöchentlichen Einnahmen. Er kann dadurch für jede Woche den Rohgewinnaufschlag ermitteln. Im nächsten Schritt wird der höchste durchschnittliche Rohgewinnaufschlag für einen beliebigen Zehn-Wochen-Zeitraum ausfindig gemacht und als repräsentativ für das gesamte Kalenderjahr angesehen.

Als weiter Schätzungsmethoden für die werden die Vermögenszuwachsrechnung, die Geldverkehrsrechnung oder die Aufschlagkalkulation angewandt. Weitere ausgewählte Möglichkeiten zur Prüfung sind z.B. diverse graphische Reihenvergleiche zum internen oder externen Kennziffernvergleich, sowie verschiedene Verprobungs- und Kalkulationsmethoden oder Plausibilitätsprüfungen. Nach der sogenannten 30/70 Methode oder 30/70 Regel soll das Verhältnis von Getränken zu Speisen nach den Erfahrungen der Finanzverwaltung in Speisegaststätten 30 % für Getränke und 70 % für Speisen betragen. Ausbeutekalkulation bzw. Nachkalkulation (etwa aus Verpackungsmaterial bei Imbiss und Pizzeria oder Kohlensäureflaschen für Zapfanlagen von Bier oder anderen Getränken).

Auch das noch! Umgekehrte Beweislast!
Sie haben alles richtig gemacht und sind sich keiner Schuld bewusst. Das ist hervorragend, aber Sie müssen es auch dokumentieren und beweisen können.
Es ist zu beachten, dass nicht das Finanzamt dem Steuerpflichtigen – im Besteuerungsverfahren – beweisen muss, dass dieser hier Einnahmen verkürzt hat. Vielmehr gibt es hier die „umgekehrte Beweislast“. Das heißt, der Steuerpflichtige hat zu beweisen, bzw. glaubhaft zu machen, dass die Einnahmen vollständig erklärt wurden. Somit ist eine ordnungsgemäße Buchhaltung inkl. der Grundaufzeichnungen unbedingte Voraussetzung, um nicht in den Sog von Zuschätzungen zu geraten.

Die Finanzverwaltung ist dazu verpflichtet, dem Steuerpflichtigen die Ermittlungsergebnisse möglichst transparent offenzulegen, damit dieser die Schätzungsgrundlagen auch nachprüfen kann. Trotzdem wird es schwerfallen die eigene Unschuld zu beweisen. Lassen Sie es nicht drauf ankommen.

Wenn Sie sich Ihnen Ihre Wareneinsätze selber nicht erschließen und die Kasse sich Ihnen nicht mehr zweifelsfrei erklärt oder Ihnen beim Lesen des Artikels etwas mulmig wurde, dann scheuen Sie sich nicht einen Berater zu kontaktieren oder Ihren Steuerberater zu fragen – der unbedingt Erfahrungswerte im gastronomischen Bereich mitbringen sollte!

Bringen Sie Ihre Buchführung und Ihre Daten in Ordnung bevor das Finanzamt vor der Tür steht, damit Sie mit ruhigen Gewissen und einem guten Gefühl in den Sommer starten können.

Ihr
Björn Grimm

Was ist Ihr Lebenswerk wert? Wenn ein Verkauf die Lösung ist!

Wenn ein Verkauf des eigenen Hotels oder Restaurants als mögliche Option in Betracht kommt, stellen sich dem Hotelier oder Gastronom oftmals eine Vielzahl von Fragen, deren Beantwortung aus dem subjektiven Betrachtungswinkel und der emotionsgeladenen Situation heraus nicht immer einfach ist.

Erst kürzlich habe ich mit zwei netten älteren Mandanten zusammengesessen. Sonnenschein an der Nordsee – endlich – die Gäste bestens gelaunt auf dem Weg zum Meer. Das ausgesprochen nette Ehepaar konnte diese positive Stimmung leider nicht teilen. Sowohl Tochter Anne als auch Sohn Frank haben nach wiederholten Nachfragen deutlich zu verstehen gegeben, dass Sie das elterliche Hotel nicht übernehmen möchten. Probleme mit Mitarbeitern, lange Arbeitstage und der Wunsch „endlich weniger zu arbeiten“ haben jetzt den Entschluss reifen lassen, sich vom ererbten Lebenswerk der Familie – dem Hotel in Strandnähe zu trennen.

Auch wenn diese Entscheidung in der Regel eher wehmütig getroffen wird, so kann sie nach gründlichen Abwegen doch der richtige Entschluss sein. Die Gründe für einen Verkauf sind vielfältig und unterschiedlich und die Entscheidung selten voreilig getroffen.

Hausaufgaben vor Hausverkauf!

Schnell drängt sich die Frage auf, was es denn jetzt wert ist – das Lebenswerk. Viel investiert an Geld, Fleiß, Liebe, Emotion und Arbeit fällt eine objektive Einschätzung oftmals schwer. In der Regel soll dann der Makler helfen. Vorher sollte man sich jedoch erst einmal selber mit einigen Fragen auseinandersetzen.

1. Wie hoch soll mein Verkaufspreis sein?
2. Was ist die Immobilie wert – wieviel mein Ruf, mein Image, meine Gäste…..
3. Wieviel Geld benötige ich, um meine Verbindlichkeiten zahlen zu können und meinen Lebensunterhalt zu bestreiten?
4. Wann informiere ich meine Mitarbeiter?
5. Was mache ich nach dem Verkauf?
6. Was gehört alles zu den verkauften Werten – das Gästehaus? Das private Haus auf dem Grundstück, die Gästekartei, die Möbel?

Während ein reiner Makler das Gebäude schätzt und mit in seinen Bestand aufnimmt, kann ein Berater oder Makler, der sich Hotellerie und Gastronomieobjekte spezialisiert hat Ihnen bei der Einschätzung des Objektes sicherlich besser behilflich sein. Standortanalysen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen können hierbei hilfreich sein. Die Fähigkeit die Bilanzen zu lesen und erklären zu können sind dabei von essentieller Bedeutung, da dem potentiellen Käufer somit schon seine gastronomischen Möglichkeiten und Erwartungen aufgezeigt werden können.
Beachtet werden muss hierbei leider auch, dass der jetzige Betreiber nicht mehr im Hause ist und den Stammgästen als Ansprechpartner nicht mehr zur Verfügung steht. Basiert der Erfolg einer Gastronomie auf einem äußerst fähigen und kommunikativen Betreiber, dann muss auch dies bei der möglichen Preisfindung berücksichtigt werden. Das ganze Wissen des Gastgebers ist mit dem Weggang nicht mehr im Geschäft und dieses Vakuum muss erstmal geschlossen werden. Soll ein Konzept verkauft werden, so muss auch ein definiertes und nachvollziehbares Konzept zugrunde liegen, welches nicht auf einzelne Personen zugeschnitten ist.

Warum kommen/kamen Ihre Gäste?
Hat Ihr Objekt eine außergewöhnlich gute Lage oder einen immens guten Ruf wegen seiner ausgesprochen guten Küche? Womit und wie wurde der Umsatz generiert oder auch nicht generiert. War hier eventuell fehlendes Know How des Vorgängers schuld? Wird der richtige Nachfolger ganz andere Umsätze generieren können? Fehlte ein Marketingkonzept oder war der Koch einfach nicht die richtige Wahl?

All diese Fragestellungen gilt es bei der Preisfindung im Blick zu behalten. Emotionsgeladen und subjektiv in den Betrieb verankert, fällt das vielen Mandanten sehr schwer, so dass eine kompetente Meinung von außerhalb sehr hilfreich sein kann und die Wunschvorstellungen für den Verkaufserlös vielleicht wieder etwas in der Wirklichkeit verankert werden müssen.
Im Hinblick auf den Verkaufspreis sollte man sich frühzeitig mit der Möglichkeit eines Verkaufes auseinandergesetzt und nicht erst, wenn der Abflug in den Süden schon fest geplant ist, um dorthin seinen Wohnsitz zu verlegen.

Die Braut hübsch machen
Der Ertrag/ Umsatz eines gastronomischen Objektes ist für den Verkaufspreis wichtig. Ein Geschäft das gut läuft und gute Umsätze fährt, wird besser zu verkaufen sein. Arbeiten sie daran! Eventuell mit der Hilfe eines Beraters, der Ihnen aufzeigen kann, wo es hakt und an welchen Stellschrauben Sie noch drehen sollten. Machen Sie es „hübsch“ ihr Restaurant und/oder ihr Hotel…fahren Sie nicht zu früh Ihr Engagement zurück und achten Sie auf einen guten Umsatz!

Alle in ein Boot!
Sagt man es den Mitarbeitern, dann wird es verbindlich und es gibt kein zurück. Jeder im Stadtviertel/Im Dorf oder auf der Insel wird es dann bald wissen. Dies ist für viele der Grund es so lange wie möglich vor den Mitarbeitern geheim zu halten. Oftmals dringt das Gerücht jedoch schneller durch die Räumlichkeiten als sie es verheimlichen können und kommt bei den Mitarbeitern noch entsprechend schlechter an als das ehrliche Gespräch. Oftmals treffen die Gastgeber auf mehr Verständnis bei den Mitarbeitern als Sie glauben. Nicht selten findet man dann sogar unter Ihnen oder durch Sie einen potentiellen Nachfolger. Durch §613 sind die Mitarbeiter sogar insofern geschützt, als dass bei einer Fortführung des gastronomischen Betriebes durch einen Nachfolger das Arbeitsverhältnis für 12 Monate weitergeführt werden muss.

Der Verkauf ist zwar oft das Ende eines Lebenstraumes, kann aber erfolgreich durchgeführt auch der Start in einen erfolgreichen neuen Lebensabschnitt bedeuten.
Mein Mandantenehepaar an der Nordsee hat sich für einen Verkauf entschieden. Eine Entscheidung, die jetzt endlich getroffen, Ruhe in Ihren Alltag bringt und langfristig angegangen wird.
Nicht jeder hat einen Nachfolger für sein Hotel oder Restaurant, manch einer hat die Tücken des Gastgeberalltages unterschätzt und konnte seinen Betrieb nicht gewinnbringend oder auch nur kostendeckend führen. Falsches Konzept, falsche Lage, falscher oder zu viele Geschäftspartner, fehlendes Know How…. Manchmal ist der Verkauf die beste Lösung. Holen Sie sich externe Hilfe und fangen Sie frühzeitig an das Projekt „Verkauf“ zu planen, damit Sie danach gestärkt Ihren Lebensweg fortsetzten können.

Ihr

Björn Grimm

Beratung Küche – Gebt den Küchen die Kräuter und den Geschmack zurück!

Kulinarisches Marketing der leckeren Art!
Kochschulen, -kurse und Eventflächen sprießen wie Pilze aus den Boden – aber warum sich nicht mal im eignen Betrieb mit der gesamten Crew fort- und weiterbilden?

Peter Scharff ist ein echter Typ. Der versteht, wie es läuft – hat er doch sein Handwerk unter Köchen wie Harald Wohlfahrt und Dieter Müller erlernt und sein Wissen in New York und Barcelona vervollständigt. Zudem ist er mit seinen Caterings bei diversen Veranstaltungen wie z. B. dem jährlichen Filmpreis Bambi, der Verleihung der goldenen Kamera, der Berlinale etc. gefragt. Einem breiten Publikum ist er als TV-Pâtissier durch die SWR-Fernsehsendung Kaffee oder Tee bekannt. 2001 erkochte er seinen ersten Michelin-Stern, bevor er sich 2007 entschied, einen weiteren neuen Weg zu gehen, wie beispielsweise mit der Entwicklung des Corporate Identity Food oder der Entwicklung der Cuisina herba barone!

Nun seit diesem Jahr ergänzt er als KüchenCoach das Team der Grimm Consulting. Vor Ort oder in den Kochschulen in Hamburg oder Kaiserslautern werden mitunter gestandene Küchenchefs in die Welt der natürlichen Geschmacks eingeführt. „Kein Zweiter kennt sich in der Thematik der Kräuter so gut aus, wie Peter Scharff“ führt Björn Grimm, Inhaber der Grimm Consulting aus. „Seine Art, die Gerichte zu denken könnte die Ausbildung revolutionieren!“ Wenn das Feuer ihn gepackt hat, geht es los: Kopf- Basis- und Herznoten definiert, Gerichte immer wieder abgeschmeckt und der geschmackliche Kick gesucht. Authentisch und nicht belehrend geht es in die Küche – dort wird erfasst, was bereits vorhanden ist, um mit dieser Basis weiter zu arbeiten. Natürlich geht es auch um Faktoren wie Convenience, Kosten, Kalkulation – aber halt auch um Geschmack. „Es nützt das beste Marketing nichts, wenn es auf dem Teller nicht funkt“, so Scharff. Zu den Kunden der Grimm Consulting gehören auch Hotel-Kooperationen, Ketten und Individualbetriebe, die sich geschmacklich neu erfinden möchten. Gemeinsam werden Gerichte entwickelt, kreiert und auf den Weg gebracht. Bis hin zur Schulung der Mitarbeiter, damit diese dann auch in der Lage sind, die neu geschaffenen oder weiter entwickelten Gerichte auf den Teller zu bringen.

Großer Bedarf ist gegeben – die Küchen sind in der Regel technisch aufgerüstet! Nun geht es daran, die Rezepthoheit wieder zurück zu gewinnen. Die Industrie hat gute Produkte entwickelt, die mitunter auch austauschbar geworden sind. Der Gast hat mitunter den Geschmack verloren und denkt, dass das industriell gefertigte Gericht so „nun richtig sei“! Wer kennt denn noch den Geschmack einer echten Tomate oder Hollandaise? Hier setzt das Team rund um Peter Scharff an und ermöglicht den Küchenteams ein Incentive der besonderen Art! Ein Sternekoch zum Anfassen! Trauen Sie sich!

Ihr

Björn Grimm

MysteryCooking® – Beratung für die Küche

Liebe Leser,
mit dem Hinweis, dass die Küche kein beratungsfreier Raum mehr sein sollte, möchte ich heute eine kleine Geschichte dazu erzählen und Ihnen aufzeigen, warum mir unser MysteryCooking® Konzept so am Herzen liegt.

Ein ehrlicher, ungeschönter Blick hinter die Kulissen der Küche, durch den anonymen Einsatz eines Mystery Kochs, ermöglicht konkrete Analysen und definiert Verbesserungspotential.

Die Überraschung war groß, als der Küchenchef des Landhotels „Heimathof“ ins Büro des Inhabers gebeten wurde und ihn dort auch der „Praktikant Daniel“ begrüßen durfte – jener Praktikant, der vor wenigen Tagen noch in seiner Küche hospitiert und mitgekocht hatte. Im Auftrag der Hoteldirektion hatte dieser Mystery Koch sich – getarnt als Praktikant – eine praxisnahe Meinung über die tägliche Arbeit in der Hotelküche gebildet. Als erfahrener Küchenmeister und Küchencoach kennt und versteht er die Anforderungen an eine moderne Küche und schaut konkret nach betriebswirtschaftlich relevanten Maßnahmen, die zu einer Verbesserung von Abläufen, einer Steigerung der Effizienz, der Optimierung betriebsrelevanter Kennzahlen, zur Qualitätssteigerung und höherer Arbeitszufriedenheit führt.

MysteryCooking funktioniert nach dem Prinzip klassischer Mystery Checks. Allerdings agiert der anonyme Tester in diesem Fall nicht als Gast. Er wird auf Wunsch eines Geschäftsführers bzw. Eigentümers in die Küche eines Hotels oder Restaurants eingesetzt und arbeitet dort mehrere Tage aktiv mit. Zum Einsatz kommen jagjährig erfahrene Köche: allesamt Küchenmeister und/oder ehemalige Küchendirektoren. Diese „Küchenbullen“ sind in höchstem Maße kompetent und arbeiten zur Unterstützung mit eigens entwickelten Kalkulationstools.

Wert legt wir auf die Tatsache, dass hinter der Aktion keine böse Absicht dem Personal gegenüber zu definieren ist: „Beim MysteryCooking® geht es nicht darum einen Küchenchef zu bespitzeln, um ihn hinterher schlecht aussehen zu lassen – es geht um echte Ergebnisverbesserung! Schließlich nimmt der Druck auf Küchen stetig zu, die Rendite dort muss stimmen!“

Die Arbeit in einem Hotel hat sich gewandelt. Früher musste der Hoteldirektoren ein guter Patron und Gastgeber sein. Heute sind die Fähigkeiten einer guten Führung und der Distribution gefragt und morgens gilt der erste Blick dem“ Night audit report“„und dem erzielten RevPAR. Da wird die Küche schon mal leicht zum Stiefkind. “Nicht jeder Direktor kann auch Experte auf dem Küchensektor sein,“ so Grimm: “.Zwar mag ein Direktor die Ursachen einer Fehlentwicklung in Teilen erkennen können, doch kann er nicht immer mit dem Küchenchef auf Augenhöhe über Verbesserungen diskutieren.“

Mintunter kommt es deshalb zu Abhängigkeitsverhältnisseen gegenüber dem Küchenchef, weshalb viele Sachverhalte nicht wirklich greifbar sind und nur schwer beurteilt werden können. Darüber hinaus unterliegt die Küche zahlreichen Veränderungen, beispielsweise durch die Vorgaben des Gesetzebers. Eine besondere Herausforderung ist der Einsatz innovativer Küchentechnik und die damit verbundene Möglichkeit einer wirklichen Effizienzsteigerung, die nicht immer vollständig ausgenutzt werden.
Wohlwollend wird hier angesetzt: Der Mystery Koch schaut nicht nur nach den Schwächen, sondern hat auch die Stärken im Blick. Erstes Ziel ist der neutrale und moderierende Blick von außen. Ungeschönt, ehrlich und mit echter Hilfestellung für die tägliche Arbeit versehen, wird direkt am Arbeitsplatz der Status erfasst und analysiert.

Der Erfahrungen zeigen, dass von einem Kollegen ausgesprochene Empfehlungen eher befolgt werden, als die eines klassischen Unternehmensberaters. Durch das gemeinsame Arbeiten werden Potenziale in der Führung, Steuerung und in den Abläufen rasch erkannt und können somit genutzt werden. Ziel ist die Verbesserung der Kennzahlen wie Wareneinsatz und Personalkosten. Auch erfährt die Qualität der Küchenleistung mitunter eine Aufwertung. Dass sich die Investition einer solchen Maßnahme rasch rechnen kann, zeigt folgendes Beispiel: liegt die Wareneinsatzquote bei einem Betrieb mir 300.000 Euro Jahresumsatz bei 36 Prozent sind das 108.000 Euro. Kann dieser auf 32 Prozent gesenkt werden, so liegt die Ergebnisverbesserung bei guten 12.000 Euro. Umsatzsteigerungen und Effekte bei den Personalkosten sind dabei noch nicht berücksichtigt. Das Honorar für eine solche Beratung, die sich mitunter fördern lässt, amortisiert sich somit rasch. „ Die Küche ist bisher ein relativ beratungsfreier Raum, dabei lassen sich hier leicht Verbesserungen erzielen. Denn wo effektiver gearbeitet wird, sind auch Leistung und Ergebnis besser – und damit in den meisten Fällen auch die Stimmung und die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Wir sind mit unserem Konzept für den Förderpreis der GastroVision 2017 ausgewählt und nominiert worden und freuen uns mächtig darüber !!!

Ihr

Björn Grimm

Berater als Sparringpartner – ein Rückblick

Oft sind es die erfolgreichen Betriebe, die sich einen Berater ins Haus holen – ein Rückblick.
In der vergangenen Woche hat die Internetplattform “Tripadvisor“ die in Niedersachsen am best-bewerteten Hotel- und Gastronomiebetriebe des Jahres 2016 veröffentlicht. Was uns besonders freut: Zahlreiche Mandanten und Freunde fanden sich dort wieder.
Bei allen fünf genannten 5-Sterne-Hotels, bei drei der genannten 5 in der Kategorie 4-Sterne-Hotels und zwei Hotels der 3-Sterne-Kategorie hatten wir konkrete Schnittmengen innerhalb unserer Beratungsleistungen. Demnach durften wir für 10 von 15 ausgezeichneten Betrieben in Niedersachsen tätig werden.

Schön, wäre es, wenn wir sagen könnten: “Genau, das war alles unser Werk!“, aber das wäre zu viel des Lobes. Vielmehr sind es gerade bei erfolgreichen Konzepten ganz unterschiedliche Beweg- und Hintergründe, die zu dem Kontakt mit uns geführt haben.

Beratungsbedarf gleichbedeutend mit – bald Pleite?
Der Erfolg hat viele Väter! Wie beim Sport muss Beratung nicht gleichzusetzten sein mit einer potentiellen Bedrohung des Unternehmens – ganz im Gegenteil! Natürlich stehen wir auch Gastwirten und Hoteliers, die mit operativen und finanziellen Schwierigkeiten zu uns kommen zur Seite. Oft sind es aber auch Unternehmer_innen, die mit Weitblick und strategischem Denken, einen erfahrenen Berater/ Kollegen quasi als Sparringspartner mit ins Boot holen. Ein gut gehender Betrieb, der mit wachen Augen in die Zukunft schaut, achtet früh darauf, die Weichen rechtzeitig richtig zu stellen – das macht ein erfolgreiches Unternehmen dadurch noch ein Stück erfolgreicher und weniger anfällig für die Zukunft!

Mal auf Facebook schauen – wo ist denn der Herr Grimm?
Vor kurzem wurde ich angesprochen, doch bitte nicht bei Facebook zu kommunizieren, dass ich mich bei eben diesem etablierten Gastronomen aufhalte. Dies aus der Sorge heraus, dass die Mitbewerber oder Kunden denken könnten, dass er Probleme hätte. Im Ort sei schon viel über mich gesprochen worden, da ich mal gepostet hatte, in einem benachbarten Betrieb gewesen zu sein, der dann tatsächlich in die Insolvenz gegangen ist. Stimmt – ich war da! Um einfach einen Kaffee zu trinken. Kein Mandat, keine Insolvenz (die ich sowieso nicht mache!) – einfach nur Kaffee trinken! Und NATÜRLICH behandeln wir Ihr Anliegen immer vertraulich!
Gerne möchte ich bei dieser Gelegenheit mit dem Unsinn aufräumen, dass alle Betriebe in denen ich mich aufhalte – und dies auch öffentlich kommuniziere – gleichzeitig auch potentielle Kunden und/ oder in Not befindliche Gastronomen sind! Natürlich gehen wir mit offenen Augen durch die Welt und schauen auch für Sie mit, wo es neue Konzepte und Ideen gibt, die wir mit Ihnen teilen können. Auch gehen wir privat gerne aus! Und nochmals – selbst wenn wir irgendwo sind, heißt es noch lange nicht, dass jemand in der Krise ist! Letztlich sind es oftmals die erfahrenen und gut aufgestellten Gastronomen, bei denen wir aufschlagen. Die, die genau wissen, dass gewisser Beratungs- und Trainingsbedarf bestehen könnte. Kein Zeichen von Schwäche also, sondern eher von klaren Überblick, Sachverstand und gesunder Neugier. Wenn Sie wüssten, welche Namen aus der großen Gastro-Welt sich alle coachen lassen – spannend!

Hier erinnere ich nochmals an die zahlreichen Auszeichnungen, die viele unserer Mandanten in der Vergangenheit erhalten haben. Es macht uns stolz, einen kleinen Teil eines langen steinigen Weges gemeinsam gegangen zu sein.

Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen! Bloß keine langfristigen Beraterverträge eingehen
Haben Sie also keine Scheu, einen Berater mit ins Boot zu holen. Das Angebot auf dem Beratermarkt ist jedoch groß. Tun Sie sich einen Gefallen und recherchieren Sie die Kompetenz und Akkreditierung eines Beraters. Hier sind auch die Beraterverbände FCSI, KMU und BDU zu nennen, die für eine seriöse Qualität der Berater stehen. Lassen Sie sich genau über Vitae, Referenzen und Projekte informieren. Und vor allem: Lassen Sie sich nie einen langfristigen Beratervertrag mit monatlichen Kosten andrehen. Denn davon profitieren in der Regel nicht Sie, sondern nur das “Beratungsunternehmen“.

Ich wünsche Ihnen eine schöne und erfolgreich Advents- und Weihnachtszeit!
Vergessen Sie nicht, sich Zeit für Ihre Lieben zu nehmen!

Ihr
Björn Grimm

FCSI Spendenlauf – powered by Internorga

Wir wünschen Ihnen ein gesundes und gutes neues Jahr! Möge Ihnen gelingen, was sie sich vorgenommen haben!

Sollten Sie zu denen gehören, die sich im neuen Jahr etwas mehr sportlich betätigen möchten, dann möchte ich Ihnen eine spannende Veranstaltung nahelegen, bei der sich Marketing, Image und Gesundheit verbinden.

Innovativ, inspirierend, international – so lautet das Motto der INTERNORGA, die in diesem Jahr vom 17. – 20. März 2017 stattfinden wird. Alljährlich präsentieren auf der INTERNORGA in Hamburg rund 1.300 Aussteller neue Produkte, innovative Ideen und zukunftsweisende Trends rund um den Markt der Außer-Haus-Verpflegung. Für viele FCSI-Mitglieder, Planer und Berater, ist die INTERNORGA mehr als ein Pflichttermin.

Erster Spendenlauf auf einem Messegelände

In diesem Jahr findet erstmals auf der Hamburger Messe der FCSI Spendenlauf – powered by Internorga statt. Start ist am Sonntag, 19. März morgens früh vor Messebeginn. Wenn die Läufer zwischen 7:45 Uhr und 8:15 Uhr an den Start gehen, liegen rund 10 km Strecke durch die Hallen A3 und A4 sowie das Außengelände vor ihnen. Dabei sein ist alles, hier geht es nicht um Spitzenzeiten, sondern um den gemeinsamen guten Geist und reichlich Spaß. Es handelt sich um den ersten offiziellen Lauf, der je auf einem internationalen Messegelände stattgefunden hat. Seien Sie dabei!
Ein großer Dank gilt schon jetzt an die Verantwortlichen der Messe Hamburg unter der Regie von Alexander Stark, ohne deren Unterstützung das einmalige Projekt nicht möglich wäre.

Der FCSI Spendenlauf möchte durch das Einwerben von Spendenmitteln den Nachwuchs fördern und unterstützen; ganz konkret z.B. Projekte wie das Mitarbeiter-Speed Dating an verschiedenen Hotelfachschulen.

Jeder gelaufene Kilometer ist den Sponsoren einhundert Euro wert. Das heißt konkret, dass Unternehmen einen oder mehrere Läufer mit jeweils 1.000 Euro unterstützen. Dies können Mitarbeiter aus den eigenen Reihen sein, vom Lehrling bis zum Vorstand. Gerne werden bei Bedarf über den FCSI auch Läufer vermittelt. Angesprochen sind alle Branchenpartner, von der Zulieferindustrie bis hin zu Caterern oder Hotels. Selbstverständlich kann jeder laufbegeisterte Teilnehmer sich auch selbst sponsorn. Für die Kurzvariante mit einer Strecke von nur einer Runde (ca. 3,3 km) reduziert sich die Sponsoring-Fee auf 500 Euro. Ruhm und Ehre gibt es nicht nur für alle Teilnehmer, sondern insbesondere auch für die Unterstützung, unter anderem auf einer großen Sponsoren-Tafel auf dem Messegelände und die Erwähnung in den Pressemitteilungen des FCSI und der Messe Hamburg. Es ist einen neue Idee, und wir sind offen für alle Vorschläge und jegliche zusätzliche Unterstützung. Wenn jemand Taschen, Mützen, Handschuhe oder Getränke zur Verfügung stellen will, kann er dies gerne tun.

Ich würde mich freuen, SIE beim Spendenlauf zu sehen.

Starten Sie gut ins neue Jahr!

Ihr

Björn Grimm